
Die Fortbildung richtete sich an Bewohnerinnen und Bewohner sowie an das Pflege-, Hauswirtschafts- und Betreuungspersonal und hatte ein klares Ziel: Essen als sozialen und würdevollen Alltagspunkt in unserem Haus sichtbar stärken.
Was passierte an den beiden Tagen? Am ersten Tag setzten sich die Teilnehmenden mit dem Grundgedanken "Wertschätzung" auseinander. Im Mittelpunkt standen praktische Fragen:
- Wie viel Zeit bleibt für ein entspanntes Essen?
- Wie sollte der Raum gestaltet sein, damit sich alle wohlfühlen?
- Wie kann die Selbstständigkeit der Bewohnerinnen und Bewohner gefördert werden?
- Welche Rolle nehmen die Mitarbeitenden bei der Gestaltung der Mahlzeiten ein?
In Kleingruppen wurden Erfahrungen aus dem Alltag gesammelt: Was läuft bereits gut in St. Gisela — und wo gibt es noch Verbesserungsmöglichkeiten?

Der zweite Teil des Workshops ging direkt in die Praxis: Bewohnerinnen und Bewohner wählten im Vorfeld Rezepte aus. Mit sichtbarer Freude und Tatkraft wurde geschält, geschnippelt und gekocht. Bei der gemeinsamen Tafel zeigte sich deutlich, was viele bestätigen können: Mahlzeiten verbinden Menschen. Die Esstische im Heim wurden an diesem Tag zu lebendigen Begegnungsorten, an denen Gespräche entstanden und Erinnerungen ausgetauscht wurden.
Die Schulung "Mahlzeiten wertschätzen" macht deutlich: Gutes Essen ist mehr als Nährstoffversorgung — es ist Begegnung, Vertrautheit und Teilhabe. Das Team von St. Gisela und das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten haben mit dem Workshop einen praktischen Beitrag geleistet, damit das tägliche Essen nicht nur satt, sondern auch menschlich macht.
Text und Fotos: Kreszenz Danzer